Schwinge

Ein Schwingenschaden definiert sich durch eine Verwindung oder eine Stauchung von der Aufnahme Hinterradachse zur Schwingenachse. Nach einem Auffahrunfall ist aus Sicherheitsgründen eine Vermessung der Schwinge zu empfehlen. Der Kraftfluss wirkt meistens über das Hinterrad, dessen Radlager der Achse in die Schwinge und über die Schwingenlager in den Rahmen. Die Auswirkungen können z.B. Pendelneigung oder ungenügender Geradeauslauf sein. Weiterhin bewirkt diese Fehlstellung (Versatz des Radaufstand-Punktes durch Schrägstellung des Hinterrades) einen schrägen Kettenlauf und somit einen erhöhten Kettenverschleiß.

Um eine Aussage über eine Beschädigung oder den Grad einer Beschädigung machen zu können, ist die Voraussetzung eine Fahrwerkvermessung, bzw. eine Unfallvermessung  Folder-Links-icon .

Schwinge richten:

Die Tätigkeiten auf einen Blick:

  • Motorrad in der Rahmenrichtbank mittels Schwingen-Adaptern fixieren.
  • Feststellung der Reparierbarkeit, prüfen auf Risse oder sonstigen sichtbare Beschädigungen (Betriebsfestigkeit).
  • Anbauteile wie Heckverkleidung, Sitzbank, Kabel usw. werden demontiert.
  • Fixierung des Rahmens in der Richtbank mittels Abstützbügel.
  • Mit mehreren Richtschritten wird im erwärmten oder im kalten Zustand die Verwindung mittels hydraulischem Druckzylinder korrigiert.
  • Dokumentation des Richtergebnises.