Unfallvermessungen

Nach einem Unfall, Sturz oder Aufprall auf ein Hindernis sollte das Motorrad aus Sicherheitsgründen auf Beschädigungen vermessen und kontrolliert werden. Bei einem Aufprall vorne ergibt sich ein Kraftfluss meistens über den Gabelverbund Folder-Links-icon  und die Lenkkopflager in den Rahmen. Bei einem Auffahrunfall wirken die Kräfte über die Schwinge Folder-Links-icon in den Rahmen.

Der Rahmen ist die Basis, um die ein Motorrad aufgebaut ist. Mit bloßem Auge sind Rahmenverwindungen oder -Stauchungen Folder-Links-icon oft nicht erkennbar. Die „Geradheit“ des Rahmen ist ausschlaggebend, es können demzufolge unerfreuliche Fahreigenschaften vorhanden sein. Insbesonders Pendelneigungen, ungenügender Geradeauslauf oder ungleiches Links-/Rechts-Einlenkverhalten können Anzeichen für Verwindungen nach einem Sturz oder Unfall sein. Eine Stauchung des Rahmens kann sich durch kippeliges Einlenkverhalten und/oder durch übersensible Lenkeigenschaften bemerkbar machen.

Um eine evtl. Beschädigung vom Gabelverbund, dem Rahmen oder der Schwinge zu ermitteln, müssen diese vermessen und kontrolliert werden. Auch bei gebraucht gekauften Motorrädern kann dies sinnvoll sein.

Vermessungen:

Zur Ermittlung von Beschädigungen stehen zwei Messsysteme zur Verfügung, je nach Schadensbeurteilung wird das geeignetste Messsystem verwendet.

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  • Fahrwerksvermessung, das G.M.D. Computrack Messsystem Folder-Links-icon zur Ermittlung der “Geradheit“ und der Stauchung des Rahmen und der Schwinge sowie zum Messen des Radaufstandspunkt sowie Spurversatz und der Geometrie-Parameter Folder-Links-icon.

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  • Rahmenvermessung, die Köster Trio-Lehre wird größtenteils bei Versicherungs Angelegenheiten zur Ermittlung der ‘Geradheit‘ und der Stauchung des Rahmen (* Ermittlung der Rahmenwinkel-Vergleichsgröße) und für die  Heck-‘Geradheit‘ verwendet. (* Die Vergleichsgrößen eines originalen Motorrades müssen in der Datenbank vorhanden sein, damit diese zu denselben Modellen referenziert werden können)

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  • Rahmenvermessung, die Köster Trio-Lehre kann auch für die ‘Geradheit‘ und Stauchung des Rahmen (* Ermittlung der Rahmenwinkel-Vergleichsgröße) und für die  Heck-‘Geradheit‘ in zerlegtem Zustand verwendet werden. (* Die Vergleichsgrößen eines originalen Motorrades müssen in der Datenbank vorhanden sein, damit diese zu denselben Modellen referenziert werden können)